FernUni Blog

Berufliche Neuorientierung, Familie und Studium?

Geschrieben von Muriel Macgeorge | 23.05.23 11:56

Déborah Schülé verschafft uns einen Einblick in ihre Geschichte und erzählt uns, wie sie ihre Familie und das Studium vereinen kann.

Sie studiert Psychologie an der FernUni Schweiz. Ihr Ziel: Eine berufliche Neuorientierung in einem Bereich, der sie begeistert. Zuvor arbeitete sie als administrative Mitarbeiterin.

Nach eineinhalb Jahren unterbrach Déborah ihr Studium im 2019, um sich ganz auf ihre kleine Tochter konzentrieren zu können. Mittlerweile ist selbige eingeschult und Déborah konnte ihr Studium im Frühjahrssemester 2023 wieder aufnehmen.

 

Déborah, was ist das hier für ein Ort, an dem du dich mit uns verabredet hast?

 

Wir sind hier in unserem Familienhaus in Saxon, im Kanton Wallis. Mein Mann und ich wohnen mit unserer Tochter in der unteren Wohnung, meine Schwiegereltern in der oberen.

 

Wo lernst du am liebsten?

 

Ich lerne überall, aber am liebsten zu Hause. Dort fühle ich mich am wohlsten, umgeben von meiner Familie, auch wenn es manchmal nicht gerade ruhig ist. Ich bin aber daran gewöhnt.

 

 

Warum hast du dich für die FernUni Schweiz entschieden und welche Vorteile bietet dir das Fernstudium?

 

Ich wollte gerne studieren. In Vollzeit war dies aber nicht möglich, weil ich mir meinen Lebensunterhalt verdienen muss. Die FernUni Schweiz bat mir die Möglichkeit, die finanziellen und familiären Aspekte unter einen Hut zu bringen, also eine Familie zu haben, weiterzuarbeiten und gleichzeitig zu studieren. An einer Präsenzuniversität ist das nicht möglich.

 

Wie bist du auf die FernUni Schweiz aufmerksam geworden?

 

Ich habe mich auf der Website «orientation.ch» über eine berufliche Neuausrichtung informiert und bin dort auf die FernUni Schweiz gestossen.

 

 

Wovon träumst du?

 

Mein Traum ist es, Psychologin zu werden. Was mich dabei vor allem interessiert, ist der Aspekt der Bildung, zu verstehen, wie Kinder funktionieren und wie sie lernen – das motiviert mich.

Ich sehe mich aber eher als Psychologin in der pädagogischen Forschung und nicht unbedingt als Schulpsychologin. Oder dann als Logopädin. Ich habe gesehen, dass es Master-Studiengänge in diesem Bereich gibt.

 

 

Nutzt du Tools oder Apps, die dir den Alltag erleichtern?

 

Ich benutze «Framindmap», mit dem man Mindmaps erstellen kann. Ich verwende dieses Tool, um den Lernstoff nach jeder Unterrichtsstunde zusammenzufassen. So erhalte ich einen guten Überblick über den Studieninhalt und die wichtigsten Themen.

Ebenso benutze ich ChatGPT, einen Chatbot, der künstliche Intelligenz einsetzt. ChatGPT ist sehr hilfreich, um Fragen zu stellen oder um Begriffe zu vertiefen, die man nicht richtig verstanden hat.

 

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

 

Ich habe nicht wirklich einen typischen Tag, da ich in Teilzeit arbeite. An den Tagen, an denen ich arbeite, stehe ich um 7:00 Uhr auf, bringe meine Tochter zur Schule und arbeite dann bis 17:30 Uhr.

 

Der frühe Abend gehört meiner Tochter. Ab 19:30 Uhr habe ich dann Zeit zum Lernen. In der Regel widme ich meinem Studium täglich ein bis zwei Stunden. So bleibt nach der Lernzeit noch etwas Zeit, die ich mit meinem Mann verbringen kann.

 

Und wenn du nicht arbeitest?

 

Dann lasse ich meine Tochter mindestens einen halben Tag pro Woche betreuen, damit ich genügend Zeit zum Lernen habe. Trotzdem verzichte ich nicht auf meine Lernzeiten am Abend.

 

Wie läuft der Unterricht bei der FernUni Schweiz ab?

 

Ich lerne auf einer Online-Plattform, auf der sich alle von den Professorinnen und Professoren vermittelten Inhalte finden. Normalerweise ist das Semester in sechs Perioden unterteilt. Für jede Periode stellen uns die Professorinnen und Professoren alle möglichen Ressourcen wie Lektüren oder Videos zur Verfügung.

 

Am Ende jedes Semesters nehme ich an einem Online-Meeting mit den anderen Studierenden und den Dozierenden teil. Hier können wir die Themen besprechen und unsere Fragen vertiefen.

 

Du kannst in deinem eigenen Tempo lernen, hast aber trotzdem fixe Meetings, oder?

 

Genau, begleitend zum Selbststudium finden alle paar Wochen Online-Meetings statt. Es ist empfehlenswert, den zu behandelnden Lernstoff vorgängig bereits durchzugehen, damit man versteht, von was die Dozierenden sprechen. In manchen Modulen ist es allerdings so, dass die Professorinnen und Professoren den Stoff erst am Online-Meeting erklären und die Studierenden danach den Inhalt lernen. Das hängt vom jeweiligen Modul ab.

 

 

Wann erhältst du dein Diplom?

 

Ich denke, dass ich dieses ungefähr im Jahr 2026 bekommen sollte. Also in drei Jahren.

 

Was hat dir bei der FernUni Schweiz bis jetzt am besten gefallen?

 

Die Flexibilität, da ich mein Studium unterbrechen und später wieder aufnehmen konnte. Dieses Studienmodell war für mich sehr interessant.

 

Ebenso schätze ich die Hilfsbereitschaft der Assistierenden sowie der Professorinnen und Professoren, denn jedes Mal, wenn ich ihnen im Online-Forum eine Frage stelle, erhalte ich schnell eine Antwort.

 

Ich schätze auch die gegenseitige Hilfe unter den Studierenden. Wir arbeiten zum Beispiel über WhatsApp- oder Telegram-Gruppen zusammen.

 

Was würdest du Studierenden sagen, die sich für ein Fernstudium interessieren, aber noch zögern?

 

Dass es keinen Grund gibt, zu zögern. Man muss einfach den Schritt wagen und loslegen. Dann wird sich zeigen, ob ein Fernstudium das Richtige ist. So habe ich das jedenfalls gemacht. Und falls sich herausstellt, dass dieser Weg nicht der passende ist – was ich mir natürlich nicht vorstellen kann J –, macht das nichts, denn so oder so lernt man etwas dazu.

Und man darf sich nicht unter Druck setzen lassen. Ich studiere, weil ich mich beruflich neu orientieren möchte und es mir Spass macht. Es ist aber kein absolutes Muss. Wenn ich also merken würde, dass es mir zu viel wird und ich abbrechen müsste, wäre dies keine Katastrophe. Aber natürlich bin ich ehrgeizig und möchte mein Diplom erhalten.

 

Was ist dein «Lebensmotto»?

 

Das Glas immer halb voll statt halb leer zu sehen. Dieses Motto versuche ich bei allen Lebenssituationen anzuwenden.

 

Doch auch aus Niederlagen kann man viel lernen, denn man wächst an neuen Erfahrungen. Und vielleicht stösst man sogar auf neue Lösungen und Wege, die noch besser zu einem passen.